Ungarn

Informationen

In Ungarn vermischen sich die Einflüsse westlicher und östlicher Kulturen aus mehr als eintausend Jahren Geschichte. Zu allen Jahreszeiten werden in Ungarn große Volksfeste gefeiert. Sei es, um den Winter zu vertreiben, den Frühling zu begrüßen, für eine gute Ernte zu danken oder für eine erfolgreiche Weinlese. Solche Feste werden auch immer von typisch ungarischer Musik begleitet. Vor allem in Touristenregionen spielen Straßenmusikanten überall die wunderschöne ungarische Musik. Der Tourismus ist in Ungarn ein wichtiger Wirtschaftszweig. Auch wenn heutzutage Straßenschilder, Bushaltestellen oder Menükarten in Restaurants sogar in Budapest, der Hauptstadt Ungarns, nur in Ungarisch beschriftet sind, soll sich dies in naher Zukunft ändern, sodass sich auch Touristen in der wunderschönen Stadt zurechtfinden können.

Die Ungaren sind sehr freundliche, hilfsbereite und warmherzige Menschen. In Ungarn spielen verschiedene Kulturen und eine sehr alte Geschichte eine große Rolle und kreieren in ihrem Zusammenspiel eine einzigartige Kultur, die man kaum beschreiben kann. Man spürt sie im Herzen – wer einmal in Ungarn war, wird dies bestätigen können. Eine sprachlich interessante Eigenschaft der Ungaren sind die verschiedenen Begrüssungsvarianten, die abhängig sind vom Gegenüber. Es wird ein sehr höflicher Umgangston gepflegt. Die Großfamilie hat eine große Bedeutung: Die Mama (Großmutter) wird häufig besucht und man genießt dort die typisch ungarischen Spezialitäten der heimischen Küche wie zum Beispiel das typisch ungarische Gulasch, zu dem Kartoffeln in verschiedensten Variationen und Brot gereicht wird. Unsere Austauschschüler werden in Gastfamilien untergebracht, die gut situiert sind und der Mittelklasse angehören. Diese Familien wohnen meist in Budapest selbst oder in dessen Umgebung.

An den ungarischen Schulen werden viele Traditionen gepflegt, von denen die meisten mit dem Schulabschluss und mit der Reifeprüfung zusammenhängen. Einige Monate vor der Prüfung lassen sich die Abschlussklassen in festlichem Gewand (die Jungen tragen meistens einen Anzug, die Mädchen ein Matrosenkleid) einzeln fotografieren und arrangieren die Bilder zusammen mit den Lehrerfotos auf einer Holztafel. Diese Tafeln werden bis zur Matura in verschiedenen Schaufenstern von Geschäften ausgestellt. Im Februar finden die Abschlussbälle statt. Hierbei bekommen die Prüflinge ein Bändchen mit den Jahreszahlen ihrer Ausbildungszeit auf die Jacke aufgesteckt. Das Bändchen muss bis zur Prüfung getragen werden, sonst, so heißt es, fällt man durch. Am letzten Schultag der Abschlussklassen findet das Fest ballagás statt. Das ist ein Abschlussfest, bei dem die Schüler in einer Polonaise durch das Schulgebäude marschieren. Dabei singen sie alte Studentenlieder oder melancholische Volkslieder über das Abschiednehmen.

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In vielen Gastländern werden gewisse Sprachkenntnisse vor dem Schüleraustauschprogramm vorausgesetzt - nicht aber in Ungarn. Du kannst auch ganz ohne vorherige Sprachkenntnisse in deinen Schüleraustausch starten. Von unserer into Vertretung vor Ort wird dann aber verlangt, dass du im Gastland einen Sprachkurs belegst, damit dir das Erlernen der doch eher schwierigen Sprache (zumindest für unsere Ohren) etwas leichter fällt. Wir raten außerdem allen unseren Schülern, sich vor dem Austausch ein möglichst großes Vokabular anzulegen, damit sich vor Ort alle einigermaßen verständigen können. Grundsätzlich sind gute Englischkenntnisse nützlich, bis du dich auf Ungarisch verständigen kannst.

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